1. Lege die Frage vor der Messung fest
Möchtest du einen einzelnen Waschgang, den Dauerbetrieb eines Routers oder den Jahresverbrauch eines Kühlschranks abschätzen? Die Frage bestimmt die Messdauer. Ein kurzer Blick auf die momentane Wattzahl reicht bei einem Gerät mit wechselnden Betriebsphasen nicht für eine Jahresprognose.
2. Nutze ein geeignetes Messgerät
Für geeignete steckbare Geräte kann ein Zwischenstecker-Messgerät die aufgenommene Energie in kWh erfassen. Beachte seine zulässige Last und die Herstelleranleitung. Eingriffe an fest angeschlossenen Geräten und Elektroinstallationen gehören nicht zu diesem Check. Für solche Geräte sind verfügbare Verbrauchsdaten oder eine fachgerechte Messung erforderlich.
3. Miss einen vollständigen, typischen Zeitraum
Bei Waschmaschine und Trockner umfasst eine Messung einen kompletten Durchlauf. Für Kühlgeräte sind mehrere vollständige Tage aussagekräftiger als eine einzelne Betriebsphase. Notiere Datum, Programm, Beladung und besondere Bedingungen. Wiederhole die Messung bei stark wechselnder Nutzung und bilde einen Mittelwert.
4. Rechne nur passende Einheiten hoch
Bei 2,8 kWh über sieben Tage beträgt der Tagesmittelwert 0,4 kWh. Multipliziert mit 365 ergeben sich geschätzt 146 kWh im Jahr. Bei 35 ct/kWh wären das 51,10 €. Die Hochrechnung setzt voraus, dass die Messwoche repräsentativ ist. Ein heißer Sommer oder veränderte Nutzung kann den Jahreswert verschieben.
5. Dokumentiere den Vorher-Nachher-Vergleich
Ändere möglichst nur eine Sache gleichzeitig, etwa eine Betriebszeit. Vergleiche ähnliche Zeiträume und denselben Strompreis. So bleibt sichtbar, ob weniger Energie verbraucht wurde oder lediglich der angenommene Tarif niedriger ist. Bewahre die Messnotizen bei dir auf; diese Website hat kein Uploadformular für Verbrauchsdaten.
Rechenbeispiele erstellt am 6. September 2026. Annahmen und Methodik