Beispiel für ein NAS im Dauerbetrieb
Ein frei angenommenes NAS mit durchschnittlich 30 Watt benötigt bei 24 Stunden täglich 262,8 kWh im Jahr. Bei 35 ct/kWh sind das 91,98 €. Das ist ein Rechenbeispiel, kein typischer Wert für alle Systeme. Gehäuse, Prozessor, Zahl und Art der Laufwerke, Auslastung und Energiesparzustände verändern die Aufnahme.
| Gemessene Durchschnittsleistung | Jahresverbrauch bei 24/7 | Jahreskosten bei 35 ct/kWh |
|---|---|---|
| 15 W | 131,40 kWh | 45,99 € |
| 30 W | 262,80 kWh | 91,98 € |
| 60 W | 525,60 kWh | 183,96 € |
Netzteil-Leistung ist nicht der Verbrauch
Die Wattangabe auf dem Netzteil bezeichnet seine mögliche Ausgangsleistung. Sie zeigt nicht, was das NAS im Alltag konstant aus der Steckdose zieht. Nutze eine Messung über mehrere Tage mit normalen Backups, Medienzugriffen und Leerlaufphasen. Der kWh-Wert des Messgeräts bildet wechselnde Leistung besser ab als ein einzelner Momentanwert.
Festplatten-Ruhezustand getrennt prüfen
Spindown kann die Leistungsaufnahme senken, ist aber nicht bei jedem Nutzungsmuster sinnvoll. Häufige Zugriffe können Laufwerke immer wieder starten. Vergleiche deshalb zwei gleich lange, typische Messzeiträume. Prüfe zugleich, ob Backups, Synchronisation, Überwachung oder andere notwendige Dienste zuverlässig weiterlaufen.
Gesamtes Heimnetz oder nur das NAS?
Der Rechner erfasst nur die eingetragene Leistung. Switch, Router, USV und externe Laufwerke gehören nicht automatisch dazu. Für die Kosten des vollständigen Setups misst du entweder alle geeigneten Geräte gemeinsam oder rechnest sie einzeln und addierst ihre Jahresverbräuche. Bei einer USV können zusätzlich Umwandlungsverluste entstehen.
Laufzeit reduzieren: erst den Zweck klären
Ein NAS, das nur acht statt 24 Stunden täglich mit durchschnittlich 30 Watt läuft, würde im einfachen Modell 87,6 statt 262,8 kWh benötigen. Die Differenz von 175,2 kWh entspricht 61,32 € bei 35 ct/kWh. Das ist nur ein Szenario. Automatisches Herunterfahren darf keine geplanten Sicherungen verhindern und ersetzt kein geprüftes Backup-Konzept.
Zur Messmethode: Wattklar-Gerätecheck und Verbraucherzentrale: tatsächlichen Verbrauch messen.
Häufige Fragen
Kann ich den Wert aus der NAS-Oberfläche verwenden?
Nur wenn klar dokumentiert ist, was er umfasst. Eine Messung an der Steckdose erfasst auch Netzteilverluste und ist für deine Stromrechnung meist näher am tatsächlichen Bezug.
Soll ich Maximalleistung oder Leerlauf eintragen?
Am besten eine über einen repräsentativen Zeitraum gemessene Durchschnittsleistung. Ein einzelner Spitzen- oder Leerlaufwert verzerrt die Jahresrechnung.
Rechenbeispiele erstellt am 7. September 2026. Annahmen und Methodik